Selbstverständnis und Geschichte

IN VIA Paderborn e.V. wurde 1952 gegründet. Seine Geschichte geht jedoch weiter zurück. Die Wurzeln in Paderborn liegen – wie auch bundesweit in anderen IN VIA-Verbänden – schon 1910 am sozialen Brennpunkt Bahnhof.

Vor allem katholische Frauen aus begüterten Schichten ergriffen schon damals in sozialer Verantwortung Partei für Mädchen und Frauen aus benachteiligten Kreisen.
Für junge Mädchen, die in dieser Zeit oftmals allein vom Land in die Stadt kamen, um Arbeit zu suchen, war die Lage besonders bedrohlich. Sie wurden vor sozialem Abstieg, Abgleiten in die Prostitution und Kriminalität bewahrt. So entstanden schon damals “Vorläufer” unserer heute noch aktuellen Aufgaben:
Beratungsstellen, Stellenvermittlung, Weiterbildungsmaßnahmen, Hinführung zu Ausbildungsmaßnahmen, Migrationshilfen, Bahnhofsmission, Öffentlichkeitsarbeit und sozialpolitische Einflussnahme.

“Auf dem Weg” – unterwegs – beschreibt der Fachverband im Caritasverband sein heutiges Selbstverständnis und stellt sich damit flexibel den Anforderungen und antwortet zeitgemäß auf die Bedürfnisse und Nöte junger Menschen. Was ehrenamtlich tätige Frauen damals aufgebaut haben, hat sich bis heute zu einem sozialen Dienstleistungsangebot entwickelt, das sich durch die Kompetenz von Ehrenamt und professioneller Sozialarbeit auszeichnet.

IN VIA leistet eine Sozialarbeit, die sich an den individuellen Bedürfnissen und Anforderungen der Hilfe suchenden Menschen ausrichtet.
Sie trägt zur Entwicklung individueller persönlicher und beruflicher Lebensperspektiven bei. Die Unterstützung setzt an den Stärken der Frauen und Männer an, berücksichtigt jeweils die Lebenslage und fördert Selbsthilfekräfte und Selbstständigkeit.

In dem Bewusstsein der verbandlichen Eigenständigkeit stellt sich IN VIA der Spannung zwischen den eigenen inhaltlichen Ansprüchen an die Arbeit und den Förderbedingungen der Zuschussgeber.
IN VIA stellt sich dabei der Herausforderung, dass neue Fragen und Probleme neue Antworten verlangen.